Die Patientenvollmacht

Wir führen nicht nur Bestattungen in Duisburg und Umgebung durch, sondern wir möchten auch über viele wichtige Themen im Vorfeld informieren. Dieses mal möchten wir Fragen zum Thema Patientenvollmacht beantworten.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Patientenverfügung und Patientenvollmacht?

Die Patientenvollmacht und die Patientenverfügung werden trotz wesentlicher Unterschiede immer wieder miteinander verwechselt. Grund hierfür dürfte zum einen sein, dass sich außer den Bezeichnungen auch die Inhaltsmerkmale zu ähneln zu scheinen. Jedoch behandelt eine Patientenverfügung maßgeblich die Anwendung bzw. Vermeidung lebensverlängernder Maßnahmen und richtet sich daher an die jeweiligen Ärzte, während die Patientenvollmacht eine Vertrauensperson dazu bevollmächtigt, medizinische Maßnahmen zu bewilligen oder auch abzulehnen. Die Patientenverfügung enthält also unmittelbare bindende Anweisungen für die behandelnden Ärzte, die Patientenvollmacht dagegen beauftragt eine andere Person mit der Durchsetzung der eigenen Behandlungswünsche, wenn der Patient hierzu selbst nicht mehr in der Lage ist.

Merkmale der Patientenvollmacht

Als besondere Vollmachtsform ist die Patientenvollmacht von der Fokussierung auf die medizinische Thematik geprägt. Viele Menschen möchten nach Unfällen, bei schweren Erkrankungen oder altersbedingten Leiden ihr Leben nicht künstlich durch medizinische Technik verlängern lassen. Weil es Patienten jedoch gerade in solchen Situationen oft nicht mehr möglich ist, selbst ihre Wünsche in Bezug auf Durchführung oder Unterlassung medizinischer Maßnahmen zu äußern, entscheiden die behandelnden Ärzte hierüber. Schon aus ihrer beruflichen Verpflichtung heraus schöpfen Ärzte solchen Fällen dann im Allgemeinen sämtliche Möglichkeiten der Lebensverlängerung aus. Patienten, die dies ablehnen und selbst über ein würdiges Lebensende bestimmen möchten, sollten daher rechtzeitig vorsorgen. Ihr Bestatter in Duisburg erläutert Ihnen gerne die notwendigen Inhalte einer entsprechenden Vollmacht.
Die Patientenvollmacht bietet hier ideale Möglichkeiten, um einer Vertrauensperson die Durchsetzung der eigenen individuellen Wünsche am Lebensende zu übertragen. Mit der Patientenvollmacht wird der Vertrauensperson erlaubt, den Willen des Patienten gegenüber den behandelnden Ärzten bzw. anderem medizinischem Personal geltend zu machen und entsprechend umsetzen zu lassen. Der Vollmachtgeber kann so sichergehen, selbst dann in Würde sterben zu dürfen, wenn er sich selbst nicht mehr wirksam äußern kann. Ihr Bestatter in Duisburg hilft Ihnen bei Fragen hierzu gerne weiter.

Unterschied zwischen Patientenvollmacht und Vorsorgevollmacht

Wie Patientenverfügung und -vollmacht werden auch die Patientenvollmacht und die Vorsorgevollmacht wegen ihrer namentlichen Ähnlichkeit oft verwechselt. Wer sich noch nicht mit diesen Themen auseinandergesetzt hat, dem fällt es oft schwer, beides zu unterscheiden. Inhaltlich gleichen sie sich in dem Punkt, dass in beiden Vollmachten der Vollmachtgeber eine Vertrauensperson damit beauftragt, im Fall seiner Entscheidungsunfähigkeit für ihn bestimmte Entscheidungen zu treffen.
Wie der Name schon sagt, betrifft die Patientenvollmacht jedoch allein medizinische Gesichtspunkte, während die Vorsorgevollmacht wesentlich umfassender ist: Diese kann den Vollmachtnehmer dazu ermächtigen, den Vollmachtgeber in nahezu allen Situationen des täglichen Lebens, wie z. B. bei Verträgen oder Bankangelegenheiten, zu vertreten. Durch diese Art der Vorsorge wird die Bestellung eines gesetzlichen Betreuers vermieden und sichergestellt, dass diese Funktion im Notfall von einer Person seines Vertrauens übernommen wird.
Da die Patientenvollmacht die medizinischen und die Vorsorgevollmacht die wirtschaftlichen Aspekte abdeckt, bilden sie eine perfekte Ergänzung zueinander. Um für den Fall der Fälle optimal abgesichert zu sein, empfiehlt sich also die Ausstellung einer Vorsorge- und einer Patientenvollmacht. Oftmals lässt sich beides in einem Dokument miteinander vereinen.

Form der Patientenvollmacht

Damit die Patientenvollmacht auch tatsächlich wirksam eingesetzt werden kann, sollte man den gebräuchlichen Vorlagen folgen und sich mit einem Notar in Verbindung setzen. Gemäß § 1901a BGB ist in der deutschen Gesetzgebung für die Patientenverfügung zwar die Schriftform, nicht aber zwingend auch die notarielle Beglaubigung oder Beurkundung erforderlich. Dennoch ist es ratsam, einen Notar hinzuzuziehen: Dieser verfügt über entsprechende Fachkenntnisse, kann auf mögliche Risiken hinweisen und stellt letztlich mit der Beurkundung die Wirksamkeit der Patientenvollmacht sicher. Ihr Bestatter in Duisburg nennt Ihnen gerne die Adressen erfahrener Notare.


Die Patientenverfügung

Selbstbestimmung bis ans Lebensende

Wir haben schon unzählige Bestattungen in Duisburg und Umgebung durchgeführt. Und sehr oft bekommen wir Fragen zum Thema Patientenverfügung gestellt. Diese möchten wir hier beantworten.

Was ist unter einer Patientenverfügung zu verstehen?

In der Patientenverfügung erklärt eine Person ihren Willen für den Fall, dass ihr dies (z. B. durch Krankheit oder Unfall) nicht mehr rechtswirksam möglich sein könnte. In dieser sogenannten schriftlichen Vorausverfügung wird im Wesentlichen die Durchführung medizinischer Behandlungen geregelt; zumeist spricht sich der Verfügende dabei vor allem gegen die Anwendung lebensverlängernder Maßnahmen aus. Auf diese Weise können Sie schon von vornherein selbst bestimmen, welche medizinischen Behandlungen Sie wünschen und welche nicht.

Das Risiko einer möglicherweise aus Sicht des Patienten falschen Entscheidung kann für Angehörigen und Mediziner durch eine Patientenverfügung minimiert werden.

Sollte es Ihnen unfall- oder krankheitsbedingt also nicht mehr möglich zu sein, Ihren Willen zu äußern, wird durch die Patientenverfügung Ihr Selbstbestimmungsrecht gewahrt. Selbstverständlich können Sie bis dahin Ihre Patientenverfügung jederzeit noch ganz oder teilweise ändern, aufheben oder neu fassen. Ihr Bestatter in Duisburg hilft Ihnen bei Fragen zur Patientenverfügung gerne weiter.

Ab wann ist eine Patientenverfügung gültig?

Grundsätzlich ist eine Patientenverfügung nur dann also solche anzusehen, wenn sie sich nicht auf ein unmittelbar bevorstehendes Ereignis bezieht. Angewendet werden darf sie nur, wenn der Verfügende selbst nicht mehr zur Abgabe von Entscheidungen bzw. Willenserklärungen in der Lage ist.

Achtung: Die Patientenverfügung ist nur dann rechtsgültig, wenn sie in Schriftform und konkret verfasst worden ist! Um dies sicherzustellen, sollte man vor der Abfassung einen Arzt und am besten auch einen Rechtsanwalt bzw. Notar zu Rate ziehen.

Die Willenserklärungen in einer Patientenverfügung sind für Ärzte bindend: Tritt bei dem Verfügenden eine medizinische Situation ein, auf die sich die Patientenverfügung bezieht, ist sie auch umzusetzen. Um eine rechtswirksame Patientenverfügung zu erstellen, sollte man sich daher ärztlich und notariell beraten lassen: Ärzte und Notare wissen die relevanten Aussagen zu Themen wie z. B. lebensverlängernden Maßnahmen, künstlicher Ernährung oder Schmerz- und Symptombehandlung rechtssicher und konkret zu formulieren. Würde ein Laie dagegen z. B. angeben "Ich will nicht an Schläuchen hängen" würde dies nicht als konkret gelten und daher auch keine rechtsgültige Patientenverfügung begründen. Ähnliches gilt für Vordrucke zum Ankreuzen, die nicht alle Eventualitäten umfassen. Sollte der Verfügende körperlich nicht mehr zur Unterschriftsleistung in der Lage sein, kann der Notar die Patientenverfügung durch Hinzuziehung eines sogenannten "Schreibzeugen" beurkunden. Ihr Bestatter in Duisburg nennt Ihnen gerne kompetente Rechtsanwälte und Notare, die auf diesem Fachgebiet tätig sind.

Damit eine Patientenverfügung immer dem neuesten Stand entspricht, ist es empfehlenswert, sie jeweils in einem zweijährigen Rhythmus - auch in Bezug auf Datum und Unterschrift - zu aktualisieren.

Wann wird die Patientenverfügung wirksam?

Damit die Patientenverfügung Anwendung finden kann, sind nicht Art und Umfang einer Erkrankung maßgeblich, sondern folgende Merkmale:

  • Sie sind als Patient aktuell nicht in der Lage, Willenserklärungen abzugeben;
  • Sie haben Ihre Verfügung als volljährige und rechtshandlungsfähige Person verfasst;
  • Die Patientenverfügung enthält konkrete Willenserklärungen in Bezug auf Ihre Lebens- und Behandlungssituation;
  • Die vorgesehene Behandlungsmaßnahme ist medizinisch notwendig.

Deckt die Patientenverfügung alle Eventualitäten ab?

Die Patientenverfügung gibt den Willen des Patienten wieder, welche medizinischen Behandlungen gewünscht oder abgelehnt werden. Sie regelt aber nicht, welche Personen die entsprechenden Entscheidungen und damit die Umsetzung der Willenserklärungen vornehmen sollen. Dies kann jedoch im Rahmen einer Vorsorgevollmacht festgelegt werden, in der für diesen Fall bestimmte Personen benannt werden.

Es ist daher sinnvoll, die Patientenverfügung schon im Vorfeld mit einer Vorsorgevollmacht zu verknüpfen. Sie können damit eine oder mehrere Personen, der bzw. denen Sie vertrauen, zur Entscheidung über Ihre medizinische Behandlung bevollmächtigen, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind. Ihre Behandlungswünsche sollten Sie deshalb schon frühzeitig mit dem oder den Bevollmächtigten klären.

Wie erfahren die Ärzte vom Bestehen einer Patientenverfügung?

Damit die Patientenverfügung im Ernstfall gefunden und beachtet wird, sollten Sie Ihrem Hausarzt und Ihren Angehörigen Kopien davon übergeben. Sinnvoll ist es auch, ein Kärtchen bei sich zu tragen, auf dem auf die bestehende Patientenverfügung und den Ort der Hinterlegung ihres Originals hingewiesen wird. Solche Kärtchen werden gelegentlich von Notaren bei der Erstellung von Patientenverfügungen herausgegeben; auch Ihr Bestatter in Duisburg ist Ihnen gerne bei der Beschaffung dieser nützlichen Ergänzung behilflich.


Was tun nach der Beerdigung?

Mit dieser Frage fühlen sich viele Angehörig nach einer Bestattung oftmals überfordert. Die meisten Hinterbliebenen wissen gar nicht, welche Dinge noch erledigt werden müssen. Angefangen von Haushaltsauflösungen bis hin zur Nachlassregelung.
Damit es Ihnen etwas leichter fällt den Überblick zu behalten hat Ihr Bestatter aus Duisburg für Sie die wichtigsten Erledigungen als kurze Liste zusammengestellt.

Beantragung der Witwenrente

Hinterbliebene Ehepartner haben prinzipiell Anspruch auf eine Witwenrente, wenn Sie bis zum Tod Ihres Ehepartners mit ihm verheiratet waren. Damit keine Versorgungslücke entsteht sollte die Witwenrente innerhalb von 14 Werktagen nach eintritt des Sterbefalles beim zuständigen Rentenamt beantragt werden.

Abmeldung der Unfallversicherung

Liegt kein Tod durch Unfall vor, so muss die Versicherung mit einer Sterbeurkunde abgemeldet werden. m Falle eines Unfalltodes zusätzlich zur Sterbeurkunde eine ärztliche Bescheinigung der Todesursache erbracht werden, sowie, falls möglich, eine Kopie der Freigabe der Staatsanwaltschaft.

Abmeldung der Privathaftpflicht u. Rechtschutzversicherung

Die Versicherung ist über den Todesfall zu informieren, damit die Verträge auf den Ehepartner übertragen werden können, Kopie der Sterbeurkunde beilegen. Bei Alleinstehenden läuft der Versicherungsvertrag nach der Abmeldung automatisch aus.

Hausrat- und Gebäudeversicherung

Bei der Hausratversicherung geht der Versicherungsschutz auf die Erbengemeinschaft über. Falls keine Erbengemeinschaft vorhanden ist sollte die Versicherung mit einer Sterbeurkunde abgemeldet werden

KFZ - Versicherung

Der Kfz-Versicherungsvertrag kann falls gewünscht umgeschrieben und so kann der Schadensfreiheitsrabatt anrechenbar übernommen werden. Sollte das Kfz nicht nicht übernommen werden und das Fahrzeug verkauft werden, sollte man eine Kündigung des Vertrages nicht vergessen werden!

Kreditinstitute

Bank bzw. Sparkasse sollten sofort darüber informiert werden das der Kontoinhaber verstorben ist. Ganz wichtig ist hier die Vorlage einer Sterbeurkunde.

Mietvertrag

Lebte der Verstorbene in einer Mietwohnung, so wird durch dessen Tod das Mietverhältnis nicht beendet! Es besteht aber die Möglichkeit der Kündigung für beide Seiten, d.h. sowohl für die Erben als auch für den Vermieter. Der Erbe kann das Mietverhältnis mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Rundfunk

Geräte wie Fernseher oder Radio müssen bei der GEZ abmeldet werden, wenn der Haushalt des Verstorbenen aufgelöst wird. Für Ab- oder Ummeldungen erhalten Sie bei allen Banken und Sparkassen entsprechende Formulare. Auch hier sollte eine Kopie der Sterbeurkunde beigefügt werden.

Abonnements

Abonnements von Zeitschriften oder Pay-TV-Sendern sind immer schriftlich mit einer Kopie der Sterbeurkunde zu kündigen! Am Besten immer die Kündigung per Einschreiben verschicken.

Vereine

Vereinsmitgliedschaften enden automatisch mit dem Tod des Mitgliedes. Wichtig ist das der Verein eine Mitteilung über den Sterbefall erhält, damit eine Abmeldung seitens des Vereins vorgenommen werden kann.
Dies ist nur eine kleine Liste mit den wichtigsten Dingen die nicht vergessen werden sollten.
Gerne beantwortet Ihr Bestatter in Duisburg weitere Fragen zu diesen Thema.



Unsere Schaufensterdekoration im Januar
- Wenn der letzte Vorhang fällt -

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Jedes Jahr, jeden Tag, jede Stunde kann es passieren...

Viele Prominente wie, z.B. Udo Jürgens oder Robin Williams sind letztes Jahr plötzlich verstorben.

In der dunklen Jahreszeit werden wir mit unserer Endlichkeit konfrontiert. Man beginnt zu grübeln, was passiert, wenn der letzte Vorhang fällt.

Die Bestattungsmöglichkeiten sind scheinbar grenzenlos: Vom Ende als Diamant am Ring des Lebenspartners über die "Flussbestattung" im Rhein bis zur Bestattung auf einem Gletscher.

"Memento mori" - Gedenke, dass du sterblich bist. Dies war schon den alten Römern bekannt. Schon damals war es üblich, sich gut darauf vorzubereiten, was mit einem geschieht, wenn der letzte Vorhang fällt. Wir beraten Sie gerne persönlich zu allen Fragen zum Thema Bestattung und Vorsorge.



Ihr Bestatter in Duisburg- Aktuell und informativ


Steuerliche Absetzbarkeit von Bestattungskosten

Die von Angehörigen oft gestellte Frage nach der steuerlichen Absetzbarkeit von Bestattungskosten lässt sich nicht pauschal bejahen oder verneinen. Aus diesem Grund möchten wir von Bestattungen Baumann - Ihr Bestatter in Duisburg dieses Thema im Folgenden aufgreifen.

Zunächst einmal ist die steuerliche Absetzung von Beerdigungskosten grundsätzlich unter zwei Bedingungen als außergewöhnliche Belastung möglich: Wenn der Hinterbliebene entweder rechtlich zur Kostenübernahme verpflichtet ist oder diese aus einer sittlichen Verpflichtung heraus freiwillig übernommen hat. Voraussetzung ist in beiden Fällen aber, dass das Erbe zu gering ist, um die Bestattungskosten daraus zu begleichen. Die beiden Begriffe möchten wir etwas genauer erklären.

Die rechtliche Verpflichtung

greift nur in Bezug auf die Erben. Obwohl diese im Allgemeinen vom Gesetz her zur Übernahme der Beerdigungskosten verpflichtet sind, ergibt sich hieraus nicht zugleich die steuerliche Absetzbarkeit. Zum besseren Verständnis ein Beispiel:

Willi erbt von seinem verstorbenen Vater eine Summe von 8000 € und bezahlt hieraus als Alleinerbe die Bestattungskosten in Höhe von 5.000€. Die Bestattungskosten sind also vollständig aus dem Nachlass erbracht worden und damit steuerlich nicht absetzbar. In diesem Zusammenhang ist zu sagen, dass sich der zu berücksichtigende Nachlass nicht allein auf das Barvermögen erstreckt, sondern auch auf materielle Werte wie z. B. Immobilien.

Die sittliche Verpflichtung

betrifft Hinterbliebene, die nichts erben, von denen aber aufgrund ihrer Beziehung zum Verstorbenen vom persönlichen Umfeld (Angehörige, Bekannte etc.) die Übernahme der Bestattungskosten erwartet wird. In der Regel handelt es sich dabei um in der Erbfolge nachrangig stehende Verwandte, die zur Kostenübernahme der Bestattung nicht gesetzlich verpflichtet sind. Theoretisch kann diese Person den Ersatz der Kosten vom Erben beanspruchen, praktisch ist dies aber oft kaum umsetzbar. Auch hierzu ein kleines Beispiel um besseren Verständnis:

Karl erbt von seinem Vater die Wohnungseinrichtung und 1.000 € in Bar. Als Erbe müsste er auch die Beerdigungskosten zahlen, ist aber als Rentner mit einer kleinen Rente hierzu nicht in der Lage. Stattdessen erklärt sich Karls Sohn Paul, also der Enkel des Verstorbenen, die Kosten für die Bestattung zu übernehmen. Da Paul nichts erbt, ist er rechtlich nicht dazu verpflichtet, die Bestattung zu bezahlen. Wohl aber fühlt sich Paul seinen verstorbenen Opas gegenüber sittlich verpflichtet. Peter gibt daher die Bestattungskosten in seiner Einkommensteuererklärung an und belegt mit den Rentenbescheiden und Vermögensnachweisen seines Vaters Karl, dass dieser nicht zur Zahlung fähig war.

Aber: Ob die sittliche Verpflichtung tatsächlich als außergewöhnliche Belastung anerkannt wird, liegt letztlich im Ermessen des Finanzamtes, welches immer im Einzelfall nach den jeweiligen Umständen entscheidet!



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Die Geschichte von Hermann und Molly

Es ist ein kalter Januartag, als das Schicksal sie zusammenführt - den verwitweten Rentner und die junge Dackeldame, die im Stadtpark einfach an einen Baum angebunden worden ist. In ihr Halsband ist der Name Molly eingestickt, aber niemand vermisst sie; so wie auch niemand Hermann vermissen würde. Beide fühlten sie sich einsam und verlassen, aber nun haben sie sich.

Täglich gehen sie ihre Runden durch den Stadtpark; immer linksherum um den Ententeich, denn wenn Hermann rechtsherum gehen will, bleibt Molly einfach stehen. Einige Male sorgen sie damit für Heiterkeit bei Spaziergängern, dann gibt Hermann schließlich auf und lässt Molly fortan ihren Willen. Nachmittags, wenn Hermann seine Kreuzworträtsel macht, liegt Molly auf seinen Füßen. Manchmal fragt er sie nach einem fehlenden Wort; dann legt Molly den Kopf schief und spitzt die Ohren, als würde sie nachdenken. Jeden Abend, bevor sie beide schlafen gehen – Hermann in sein Bett und Molly in ihr Körbchen am Fußende – teilen sie sich noch ein kleines Stückchen Käse. Und wenn Hermann fort war, begrüßt ihn Molly bei seiner Rückkehr mit wildem Schwanzwedeln; in der Schnauze seine zerkaute alte Mütze, die sie heiß und innig liebt. Die Jahre vergehen und Mollys Schnauze wird so grau wie Hermanns Haar.

Eines Tages wartet Molly vergebens auf Hermanns Rückkehr von einem Einkauf. Sie weiß nicht, dass "ihr" Käse zusammen mit Hermanns linkem Schuh zwischen Glasscherben und Splittern auf einem Zebrastreifen liegt, weil ein Autofahrer auf sein Handy anstatt auf die Straße geschaut hat. Sie weiß nicht, dass Hermann auf der Intensivstation eines Krankenhauses unter Tränen immer wieder ihren Namen flüstert. Aber als er stirbt, spürt sie seine Verzweiflung über die Distanz hinweg.

Fremde Menschen kommen und nehmen die verängstigte Molly mit, fort von ihrem Zuhause. Während von Hermanns Wohnung aus ein Transporter mit einer Hundebox in die eine Richtung startet, fährt in die andere Richtung ein LKW mit Müllsäcken ab - obendrauf eine zerkaute Mütze.

Niemand will den traurigen alten Hund, der im Tierheim immer mit dem Rücken zu den Besuchern sitzt. Zwei lange Jahre lang wartet Molly auf Hermann - oder jemanden wie Hermann – aber niemand holt sie nach Hause. Schließlich stirbt sie so einsam und verlassen, wie sie es gewesen war, bevor sie Hermann traf.

Hermann und Molly hat es nie gegeben, ihre Geschichte ist frei erfunden.

Und doch trägt es sich ganz ähnlich Tag für Tag zu: Ein Haustier sieht einem ungewissen Schicksal entgegen, während sein Frauchen oder Herrchen plötzlich oder sogar voller Sorge um den geliebten Kameraden stirbt.

Darum haben wir von Bestattungen Baumann es uns zur Aufgabe gemacht, uns persönlich um solche Tiere zu kümmern, ohne dass das Tierheim oder gar das Ordnungsamt eingreifen muss. Natürlich bieten wir diesen Service kostenlos an, denn es ist unser persönliches Engagement. Wir sorgen dafür, dass der verwaiste Kamerad ein neues Zuhause bekommt und sein Besitzer in Frieden gehen kann.

Wir hätten auch für Molly einen neuen "Hermann" gefunden.

Viele machen sich Gedanken was mit ihren Tieren nach ihren Tod passiert. Wer sorgt dann für die Lieblinge? Wir sorgen im Rahmen einer Bestattung dafür, dass verwaiste Haustiere nicht im Tierheim landen sondern in gute Hände vermittelt werden. Sowie Bounty (14) und Winni (13) die wir jetzt in ein schönes neues zu Hause vermitteln konnten wo sie liebevoll aufgenommen wurden.

Tiere

Der Wald ist immer häufiger das Ziel der letzten Reise
Individuelle Bestattungsformen als Ausdruck der Persönlichkeit

Das Leben und die Geschichte jedes einzelnen Menschen sind ebenso individuell wie er selbst. Vermehrt tritt daher der Wunsch auf, diese Individualität auch nach dem Ende des Lebens weiterzuführen: Beerdigungen in der freien Natur anstatt auf Friedhöfen werden immer öfter nachgefragt. Dieser neuen Bestattungskultur folgend haben wir von Bestattungen Baumann unseren fachlichen Schwerpunkt auf Beisetzungen an besonderen Stätten wie z. B. an einem Gletscher, im Wald oder als Urnenbestattung im Lieblings-Urlaubsort des Verstorbenen, gelegt.

Besonders Menschen, die bereits im Leben die friedliche und ruhige Atmosphäre des Waldes gerne genossen haben, können sich gut vorstellen, hier ihre letzte Ruhe zu finden. Auch ich persönlich mag es sehr, bei einem Waldspaziergang die frische Luft zu atmen, der Stille zu lauschen und mich von der kraftvollen Aura der Bäume inspirieren zu lassen.

In der heutigen Zeit sind Baumbestattungen als Alternative zur Friedhofsbestattung schon zur Regel geworden. Die Beisetzung der Asche des Verstorbenen unmittelbar an den Wurzeln eines Baumes ist ein ebenso würdiges wie auch natürliches Pendant zu den klassischen Beerdigungszeremonien – und selbst um die Pflege des Grabes kümmert sich die Natur. Und genau so, wie man manches für die Zukunft im Leben bereits lange zuvor sorgfältig auswählt – z. B. das Brautkleid für die Hochzeit oder das Baugrundstück für das Haus – kann man auch seinen Platz für die Zeit danach schon vorher auswählen. Und wenn sich dabei die Möglichkeit bietet, sich einen Ort in der Natur auszusuchen, an dem sich zu Lebzeiten wohlgefühlt hat, sollte man die Gelegenheit ergreifen.

Erschwingliche Preise

Schon ab einem erstaunlich geringen Preis von 200,00 EURO ist ein Platz unter einem Baum in der friedlichen Umgebung eines Waldes erhältlich. Da viele Menschen zwar die Natur mögen, sich aber vor der Vorstellung einer Feuerbestattung scheuen, werden wir oft gefragt, ob hierfür eine Einäscherung zwingend notwendig ist. Nicht immer weiß ich auf außergewöhnliche Fragen sofort eine Antwort. Aber immer stelle ich diese Frage dann zunächst mir selbst und suche nach einer positiven Antwort – die ich auch fast immer finde. Das galt auch für diese Frage: Wer sich unter einem Baum oder im Wald bestatten lassen möchte, muss sich nicht unbedingt für eine Feuerbestattung entscheiden. Grundsätzlich ist auch die Erdbestattung unter einem Baum möglich; zwar noch nicht in Deutschland, aber im benachbarten Ausland – es ist also machbar.

Tiere sind als Trauergäste herzlich willkommen

Kürzlich fragte mich die Tochter eines verstorben Jägers, ob sie seinen Hund zur Beisetzung mitbringen dürfte. Hund und Herrchen hatten keine Gelegenheit mehr, sich zu Lebzeiten voneinander zu verabschieden, so dass die Tochter den geliebten Hund des Vaters bei der Beerdigung Abschied nehmen lassen wollte. Ein Hund fühlt nicht nur, wenn es "seinem" Menschen nicht gut geht, sondern auch, wenn dieser stirbt. Gerne habe ich der Tochter des Verstorbenen mitgeteilt, dass bei der Beerdigung auch Tiere herzlich willkommen sind. Und so hat an diesem Tag nicht nur der Hund des Verstorbenen von ihm Abschied nehmen können, sondern auch viele Freunde, Verwandte und Jagdkameraden gemeinsam mit ihren Hunden. Einige Trauergäste bildeten mit ihren Hunden ein Spalier am Andachtsplatz, andere bliesen für den Verstorbenen ein letztes Mal das Jagdhorn.


Sozialbestattungen

Wenn die Kosten einer einfachen Bestattung in Duisburg oder anderen Städten durch das zuständige Sozialamt übernommen werden, ist dies eine "Sozialbestattung".

Viele Familien werden durch das Ableben eines geliebten Menschen nicht nur emotional getroffen, sondern sie sehen sich auch einer hohen finanziellen Belastung ausgesetzt.

Wenn die Familienmitglieder für eine Bestattung nicht ausreichende finanzielle Mittel haben, wird eine Sozialbestattung nötig. Im Falle einer Sozialbeerdigung kommt das Sozialamt nur für die einfachste Ausführung bei Trauerfeier, Sarg und Grabausstattung auf. Hierbei kann die Übernahme der Bestattungskosten derjenige beantragen, der zu einer Bestattung eines Angehörigen verpflichtet ist, die Kosten jedoch nicht selber aufbringen kann. Sollte eine Willenserklärung des Verstorbenen vorliegen, wird der Beisetzungswunsch wie Erd- oder Feuerbestattung vom Amt berücksichtigt werden. Nach eingehender Prüfung des jeweiligen Einzelfalls kann das Sozialamt den Trauernden dann einen Zuschuss zu den Bestattungskosten gewähren.

Aber bereits hier entstehen schon die ersten Probleme. Denn es ist nicht richtig, dass die Kosten für die Bestattung immer vom Sozialamt übernommen werden. Ein wichtiges Kriterium für eine eventuelle Übernahme der Bestattungskosten durch das Sozialamt ist nicht wie man annehmen könnte, ob die/der Verstorbene Sozialhilfeempfänger war, sondern einzig und allein die finanzielle Situation aller bestattungspflichtigen Angehörigen! Laut Sozialgesetzbuch können Bestattungskosten zwar vom Sozialhilfeträger übernommen werden. Aber in der Realität sieht dies oft anders aus und ist teilweise ein langwieriger bürokratischer Akt, der nicht selten negativ beschieden wird.

Viele unterschiedliche Faktoren bestimmen, ob die Kosten vom Sozialamt übernommen werden oder nicht. Den Antrag auf Kostenübernahme kann immer nur ein Bestattungspflichtiger stellen. Bestattungspflichtig sind: Ehegatten, eingetragener Lebenspartner, volljährige Kinder, Eltern, volljährige Geschwister, Großeltern und volljährige Enkelkinder in eben dieser Reihenfolge. Mehrere Bestattungspflichtige vom gleichen Rang, sind jeweils zu gleichen Teilen für die Bestattung bzw. Kosten verantwortlich. Und jeder Bestattungspflichtige muss seine finanziellen Möglichkeiten vor dem Sozialamt offen legen.

Ablehnungsgründe sind z.B.: Sollte ein Nachbar, Freund oder ein Lebensgefährte den Antrag einreichen, haben diese keinen Anspruch auf Kostenübernahme. Zudem muss jeder Bestattungspflichtige eine Menge Unterlagen beibringen - und wenn nur einer der Bestattungspflichtigen nicht mitzieht, dann stockt das ganze Prozedere und der Antrag wird nur teilweise bewilligt oder ganz abgelehnt. Es kommt auch vor, dass Angehörige aus Scham den Antrag nicht abgeben oder Unterlagen nicht vollständig einreichen. Auch dies führt dazu dass keine Kostenübernahme vom Sozialamt gewährt wird. Man sollte daran denken, dass auch die Ehepartner der Bestattungspflichtigen für die Bewilligung herangezogen werden. Sollte also das monatliche Gesamteinkommen beider Ehepartner über Sozialhilfesatz liegen, wird leider auch hier eine Übernahme der Bestattungskosten abgelehnt. Dies sind nur einige wenige Gründe, die zur Ablehnung der Kostenübernahme führen können.

Angehörige und Familien für die eine Sozialbestattung in Frage kommt, sollten immer beim Sozialamt vorsprechen bevor man ein Bestattungsinstitut aufsucht. Hierdurch wird der Bewilligungszeitraum verkürzt. Evtl. kann eine Bescheinigung zu Kostenübernahme vom Sozialamt schon ausgestellt werden.

Durch die lange Bearbeitungszeit der Anträge auf Kostenübernahme summieren sich die Außenstände für den Bestatter unter Umständen auf mehrere tausend Euro. Das kann für ein kleines Unternehmen zu viel sein. Für Bestatter ist es eine sehr schwierige Situation, sie sitzen zwischen den Stühlen. Zum Einen wollen sie den trauernden Angehörigen einen würdevollen Abschied von ihren Verstorbenen ermöglichen. Aber sie sind auch Geschäftsleute, die mit ihren Finanzen haushalten müssen. Entscheidet das Sozialamt, dass es nicht für die Kosten der Beerdigung aufkommt, ist es am Bestatter, sein Geld von den Angehörigen einzufordern. Leider werden fast 65% -70% der Anträge im Ruhrgebiet abgelehnt, aus den o.g. Gründen. Was in den meisten Fällen bedeutet, der Bestatter bleibt auf seinen Kosten sitzen. Wir, ein Bestattungsinstitut in Duisburg , sind der Meinung, dass eine würdevolle Bestattung auch mit eingeschränkten Mitteln möglich sein sollte. Selbstverständlich führen wir Sozialbestattungen durch, wenn eine Kostenübernahme vom Sozialamt vorliegt.